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Wirtschaft statt Entwicklungshilfe – Ein Paradigmenwechsel?

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Ohne Einbindung der Privatwirtschaft hat Entwicklungszusammenarbeit (EZA) wenig Sinn. Darüber sind sich Geber- und Nehmerländer, EZA-Organisationen und Experten einig. Doch braucht es tatsächlich einen „Paradigmenwechsel“ – mehr Wirtschaft, weniger Entwicklungshilfe?

[...] Bedeutet das, klassische Entwicklungshilfeprojekte wird es in zehn, 15 Jahren nicht mehr geben? „Nein“, betont der Experte für Allokation und Effektivität von EZA, Rainer Thiele, gegenüber der APA. In vielen Bereichen, insbesondere in der Bildung, bleibe noch „viel an Problemen zu bewältigen“, so der deutsche Forscher des Kieler Institutes für Weltwirtschaft (IfW). Thieles Ansicht nach ist der Privatsektor „sehr wichtig“, er werde die „Hauptlast“ in punkto Entwicklung tragen müssen. Allerdings: „Man kann das schon als eigenes Instrument betrachten, aber es reicht nicht, um große Effekte zu erreichen.“ Etwa bei der Qualifizierung von Arbeitskräften, „da ist EZA sehr aktiv, daher müssen wir das verzahnen“, schlägt der Experte vor. Auch um Rechtssicherheit für jene Unternehmen, die in Afrika investieren, zu schaffen, sei die EZA notwendig.

Jedenfalls, warnt Thiele, solle nicht der Eindruck entstehen, dass man „nur den eigenen Markt stärken will“. Vor allem in den EU-Afrika-Beziehungen müsste deshalb die „lokale Komponente“ stärker betont werden, „dass zum Beispiel auch lokale Unternehmensgründungen gefördert werden müssen.“ Ziel sei, dass „alle etwas reicher werden“, ergänzt Thieles Kollege vom IfW und Leiter der Forschungsallianz Mercator Dialogue on Asylum and Migration (MEDAM), Matthias Lücke. [...]

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