Policy Study

Emerging from Covid-19: Scenarios for Africa

Kieler Beiträge zur Wirtschaftspolitik, No. 26, 49-55 Download

Zusammenfassung

  • Die meisten afrikanischen Länder haben strikte Ausgangsbeschränkungen erlassen, um die Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern.
  • Diese Ausgangsbeschränkungen verschlechtern unmittelbar die Lebensbedingungen der armen städtischen Bevölkerung, die im informellen Sektor beschäftigt ist. Diese Menschen sind dringend auf soziale Unterstützungsmaßnahmen angewiesen.
  • Die zu erwartende Rezession in den Industrie- und Schwellenländern wird sich negativ auf Afrika auswirken, weil zum Beispiel die Nachfrage nach landwirtschaftlichen und mineralischen Rohstoffen zurückgehen wird.
  • Obwohl sich die Ausgangsbedingungen auf dem afrikanischen Kontinent stark unterscheiden, dürfte den meisten Ländern eine Rezession bevorstehen. Eine Projektion legt nahe, dass 80 Millionen Menschen zusätzlich in absolute Armut fallen könnten, was einem Anstieg um über 20 Prozent entspricht.
  • Afrikanische Regierungen können die Erholung von der Krise beschleunigen, indem sie etwa die Einführung der kontinentalen Freihandelszone vorantreiben, damit unterbrochene globale Wertschöpfungsketten zumindest teilweise ersetzt werden.
  • Internationale Organisationen und bilaterale Geber sind dazu aufgerufen, die afrikanischen Länder zum Beispiel durch Schuldenerleichterungen dabei zu unterstützen, die ökonomischen und sozialen Folgen der Pandemie abzumildern.

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