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Deutsche G20 Präsidentschaft – MEDAM-Forscher beteiligen sich am T20-Prozess

17.10.2016

MEDAM-Forscher werden am T20-Prozess teilnehmen und die deutsche G20-Präsidentschaft begleiten. Als eine von mehreren Task Forces, bringt die T20 Task Force on Forced Migration (TFFM) Wissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern und Disziplinen zusammen, um innovative und umsetzbare Handlungsempfehlungen für die G20-Entscheidungsträger zu entwickeln.

Unter dem Mitvorsitz des Instituts für Weltwirtschaft will TFFM aktiv zur Debatte beitragen und den G20-Staats- und Regierungschefs sowie anderen globalen und nationalen Entscheidungsträgern objektive, evidenzbasierte Handlungsempfehlungen liefern, um Flüchtlinge und Zwangsmigranten, die oftmals viele Jahre im Aufnahmeland verbringen, zu befähigen, produktive Leben zu führen – unabhängig davon, ob sie später in ihre Heimatländer zurückkehren oder für immer im Ausland bleiben.

Ein Großteil der öffentlichen Debatte und der Medienaufmerksamkeit in der EU thematisierte humanitäre Fragen, den Zusammenhang zwischen Migrations- und Entwicklungspolitik, und insbesondere die Herausforderungen, denen sie die europäische Erstaufnahme- und Zielländer gegenüber gestellt sehen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Länder, die die meisten Flüchtlinge aufnehmen, sind bisher weniger betrachtet worden. Erst seit kurzem beschäftigt sich die europäische Politik mit der Situation in Erstaufnahmeländern außerhalb der EU und insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländern.

Die Task Force wird jene Länder anhören, die eine große Zahl Flüchtlinge aufgenommen haben, unabhängig davon, ob diese Länder der G20-Gemeinschaft angehören oder nicht. Bestehende internationale Bemühungen wie den UN-Gipfel, das Global Forum on Migration and Development, den Maßnahmen der Weltbank sowie andere relevante Prozesse werden hierbei die Basis bilden, auf der die Arbeit der Task Force aufbauen und die sie ergänzen wird.

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