Projekt

Welche Asyl- und Flüchtlingspolitik wollen die Europäer?

Durch eine Reihe von Conjoint-Survey-Experimente werden die asyl- und flüchtlingspolitischen Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger sowie individuelle Unterschiede untersucht.

Projektbeginn 05/2019

Nach dem starken Anstieg der Zahl an Menschen, die 2015 nach Europa kamen, um dort Asyl beantragten, haben die EU-Mitgliedstaaten sehr kontroverse Diskussionen über die Reform der Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU geführt. Es wurden eine Reihe neuer und vielfältiger Politikmodelle vorgeschlagen, die unterschiedliche Vorstellungen vermitteln über Sinn und Umfang des Asylrechts in Europa, über die Umsiedlung von Flüchtlingen aus Konfliktregionen, über Mindestnormen für Schutz, Unterstützung und die Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitländern sowie über die Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen den EU Mitgliedsstaaten.

Um konkurrierende Visionen für die Reform der Politik zu diskutieren und über sie zu entscheiden, ist es notwendig, die Präferenzen der Öffentlichkeit für die verschiedenen Dimensionen der Asyl- und Flüchtlingspolitik besser zu verstehen. Zu diesem Zweck führt das Projekt mehrere Conjoint-Analysen durch, um die asyl- und flüchtlingspolitischen Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger zu untersuchen und festzustellen, welche individuellen Unterschiede es innerhalb der Länder jeweils gibt.

Die erste Conjoint-Studie wurde im Mai and Juni 2019 in sechs verschiedenen EU-Mitgliedstaaten durchgeführt: Deutschland, Italien, Schweden, Frankreich, Ungarn und Polen.