Projekt

Die EU-Türkei-Kooperation im Bereich Migration: Politische Präferenzen in der Türkei, Griechenland und Deutschland

Das Projekt untersucht, wie Politikgestaltung und öffentliche Unterstützung für die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und der Türkei im Bereich Migration beeinflusst. Wir führen neuartige Umfrageexperimente in der Türkei, Griechenland und Deutschland durch, um zu analysieren, wie die politischen Präferenzen für die Zusammenarbeit im Bereich der Migration zwischen den verschiedenen Seiten des EU-Türkei-Kooperationsabkommens variieren.

Projektbeginn 06/2020

Nach dem starken Anstieg der Zahl von Flüchtlingen und anderen Migranten, die 2015/16 in der EU ankamen, schloss die Europäische Union einen "Migrationsdeal" mit der Türkei ab und verstärkte gleichzeitig ihre Bemühungen, ähnliche Kooperationsabkommen mit afrikanischen Staaten zu schließen, die entweder Herkunfts- und/oder Transitländer für irreguläre Migranten in der EU sind. Trotz des hohen Stellenwerts von Migration in vielen europäischen Ländern gibt es keine systematische Forschung über die Präferenzen der Öffentlichkeit in Bezug auf die Zusammenarbeit der EU mit Nicht-EU-Ländern in Fragen der irregulären Migration und des Flüchtlingsschutzes.

Infolgedessen wissen wir nur sehr wenig darüber, welche Arten der internationalen politischen Zusammenarbeit im Bereich der irregulären Migration und des Flüchtlingsschutzes von der Öffentlichkeit unterstützt werden und wie dies zwischen den Ländern auf den verschiedenen Seiten des Abkommens variiert. Das Verständnis der öffentlichen Ansichten und politischen Präferenzen und wie diese zwischen den Ländern variieren, ist entscheidend für eine effektive und nachhaltige internationale Zusammenarbeit im Bereich Migration.

Die Studie zielt darauf ab, sowohl zur akademischen Forschung als auch zu politischen Debatten über die Zukunft des EU-Türkei-Abkommens und der EU-Türkei-Kooperation in Asyl- und Migrationsfragen im Allgemeinen beizutragen.