Projekt

Die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten in Deutschland: Evidenz eines Feldexperiments

Projektbeginn 03/2017
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Projektende 11/2017

Im Jahr 2015 kamen fast eine Million Asylsuchende nach Deutschland. Die wirtschaftliche und soziale Integration von Flüchtlingen ist aus verschiedenen Gründen eine Herausforderung. Ein Mangel an berufsbezogenen Fähigkeiten wie Sprache und erworbene Qualifikationen erschweren die Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Zusätzlich können Matching-Friktionen, ein suboptimales Netzwerk, rechtliche Barrieren wie Wohnsitzauflagen und Unsicherheit hinsichtlich der Aufenthaltsdauer größer sein als für Einheimische oder andere Migranten. Um effiziente politische Handlungsstrategien zu erarbeiten, ist es von großer Bedeutung, die relative Bedeutung entgegenstehender Hindernisse zu verstehen.

Unsere randomisierte kontrollierte Studie wurde entworfen, um die Rolle der Matching-Funktionen für die Beschäftigungsaussichten von Flüchtlingen zu bewerten. In einem ersten Schritt führten wir persönliche Gespräche mit den etwa 400 arbeitssuchenden Flüchtlingen in München und erhoben Daten über ihre Arbeitssuche, Erwartungen und Erfahrungen, Ausbildung, Kompetenzen und soziale Integration. Anschließend erstellten wir allen Teilnehmern einen deutschsprachigen Lebenslauf und stellten grundlegende Informationen für die Arbeitssuche zur Verfügung. In einem zweiten Schritt wählten wir zufällig die Hälfte der Teilnehmer aus und fügten sie in die Datenbank einer NGO ein, die passende Lebensläufe direkt an Arbeitsgeber sendet. Durch diese Vorgehensweise isolierten wir die Auswirkungen von Matching-Friktionen, ohne die zugrunde liegenden Fähigkeiten der Flüchtlinge zu verändern. Alle sechs Monate führten wir Folgebefragungen durch und erhielten durch die gesammelten Umfragedaten neue Informationen über die Arbeitssuche der Flüchtlinge, Arbeitsmarktergebnisse und die Wahrnehmung der sozialen Integration.

Das komplette Studiendesign finden Sie hier (externe Website).