Projekt

Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen – eine Vergleichsstudie von Bosniern in fünf EU Ländern

Projektbeginn 10/2016
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Projektende 01/2017

Im Jahr 2015 erfuhr Europa den größten Zustrom von Vertriebenen seit den Balkankriegen der frühen 90er Jahre. Während sich die Anzahl an Neuankömmlingen 2016 verringerte, bedeutet die kritische Sicherheitslage im Nahen Osten sowie die Instabilität in Nordafrika und Teilen Subsaharaafrikas, dass Europa auch in absehbarer Zukunft Flüchtlinge beherbergen wird.

Abgesehen von den humanitären Aufgaben ist es für europäische Länder daher wichtig – aus Eigeninteresse als auch im Interesse der Flüchtlinge – eine Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen. Arbeitsmarktintegration spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Diese Studie verfolgt wir die Integrationserfahrung bosnischer Flüchtlinge der Balkankriege, um daraus Schlüsse für die Integration der 2015 und 2016 eingetroffenen syrischen Flüchtlinge zu ziehen. Integration ist ein langwieriger Prozess. Die Erforschung der Erfahrungen bosnischer Flüchtlinge ermöglicht es uns, die Integrationserfahrungen nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- bis langfristig zu analysieren. Die heute vom Flüchtlingszustrom am Stärksten betroffenen Länder nahmen auch zwischen 1992 und 1995, der Zeit des Krieges in Bosnien, die meisten Flüchtlinge auf. Wir betrachteten in unserer Analyse daher die Arbeitsmarktintegration bosnischer Flüchtlinge in Österreich, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Schweden und leitetn daraus Politikempfehlungen für den Umgang mit den zuletzt ankommenden Flüchtlingen ab.