Der T20-Prozess

Die T20-Gruppe ist ein etabliertes und dennoch offenes Netzwerk von Forschungsinstituten und Think Tanks aus den G20-Ländern. Die T20-Gruppe erarbeitet evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für die G20-Regierungen, fördert die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe und mit der Politikgemeinschaft, und tritt zu Fragen von globaler Bedeutung in den Dialog mit der breiten Öffentlichkeit.

Im Hinblick auf die G20-Gipfel veröffentlicht die T20-Gruppe analytische Beurteilungen und Stellungnahmen von hochrangigen Experten sowie konkrete, politische Handlungsempfehlungen innerhalb von zehn thematischen Arbeitsgruppen (Task Forces), die als Policy Briefs veröffentlicht werden. Durch die Task Forces, Workshops und Konferenzen gelingt eine enge Zusammenarbeit der T20-Gruppe mit den politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern der G20.

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) und das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) leiteten den T20-Prozess während der deutschen Präsidentschaft 2016 und 2017.

Die Task Force on Migration (TFM)

Als eine der zehn thematischen Task Forces, erstellt die Task Force on Migration (TFM) innovative, sachliche und forschungsbasierte Politikempfehlungen, um die Position von  Zwangsmigrantinnen und Zwangsmigranten zu stärken und ihre Rechte zu verteidigen.

2016 standen Zwangsmigrantinnen und -migranten im Mittelpunkt der Task Force. Erörtert wurden Ansätze und politische Interventionen, um gewährleisten, dass die Grundbedürfnisse von Zwangsmigrantinnen und Zwangsmigranten in den Aufnahmeländern außerhalb der EU erfüllt werden – unter anderem durch die Förderung der wirtschaftlichen Selbstversorgung durch Zugang zum legalen Arbeitsmarkt und zu öffentlichen Dienstleistungen. Über die Politikinterventionen in den Erstaufnahmeländern hinaus betrachtete die Task Force auch Fördermaßnahmen auf internationaler Ebene.